Gitter mit Griff Kootwijkerbroek

Vor dem Milchen
Die Wiederherstellung von Betonböden in Viehställen, sodass sie wieder sicher und gefahrlos begehbar sind, ist die Spezialität von Gerben Veldhuizen aus Kootwijkerbroek (NLD). Mit einer Maschine rauht er unter anderem die Roste auf, damit die Kühe mehr Grip haben.
07:30 Uhr - Gerben Veldhuizen fährt mit seinem Firmenbus und der Aufraummaschine auf einen Hof in Echteld, bei Tiel. Veldhuizen beginnt am liebsten um 04:00 Uhr mit seiner Arbeit, da er morgens die meisten Meter machen möchte. In der Praxis beginnt er jedoch oft, so auch heute, erst nach dem Melken, wenn er zusammen mit dem Milchviehhalter eventuelle Vorbereitungen treffen kann. Die Vorbereitung besteht jedoch oft nicht mehr als darin, die Kühe auf eine Seite zu stellen und die Reste von den Rosten sowie die aufstehenden Wände gegen die Boxen und den Futtergang zu entfernen.

Alte Spaltenböden
08:30 Uhr - Bei Milchbauer André van Ledden in Echteld (NLD) war Veldhuizen bereits früher in diesem Jahr zu Besuch, um die glatten Roste, auf denen die Jungrinder und Bullen stehen, anzupassen. Die Arbeit und das gerippte Ergebnis gefielen dem Milchbauer so gut, dass Veldhuizen zurückkommen durfte, um die 25 Jahre alten Roste unter den fast 100 Stück Milchvieh zu bearbeiten. Ein Mitarbeiter von Van Ledden hilft Veldhuizen beim Reinigen der Roste und beim Anschließen von Wasser und Strom an die Raufmaschine. Aber zuerst gibt es Kaffee.

Diamant und Betonzusammensetzung
10.00 Uhr - Die Maschine verfügt über diamantgeschnittene Blätter, die auf alle möglichen Arten auf einer Rolle einstellbar sind. Die hydraulisch von Veldhuizen eingestellte Geschwindigkeit bestimmt auch die Tiefe der Rillen in den Rosten; je langsamer, desto tiefer. Heute schneidet Veldhuizen Rillen von 3 Millimetern Tiefe und 5 Millimetern Breite. Die dadurch entstehenden Erhebungen sind 8 Millimeter breit. Veldhuizen rauht auch neue und zuvor aufgerauhte Böden auf. Dafür muss er oft eine kreative Lösung finden, da manchmal bereits ein Muster im Boden vorhanden ist. Da auch die Zusammensetzung und Eigenschaften des Betons unterschiedlich sind, erfordert jeder Tag einen anderen Ansatz von dem (seit sechzehn Jahren) kleinen Selbständigen. Veldhuizen verlangt pro Meter 4 bis 9 Euro für die Bearbeitung von Böden und/oder Rosten.

Saisonarbeit
12.00 Uhr - Es ist Zeit für Kaffee und Brot. Gerben Veldhuizen arbeitet im Sommer mit einem Selbständigen, da er vor allem in der Weidesaison viele Böden aufrauen darf. Im Winter fräst er auch etwa drei Tage pro Woche, unter anderem weil große Viehbestände heutzutage oft das ganze Jahr über drinnen stehen. Gelegentlich besucht Veldhuizen ein Unternehmen im Ausland. So war er kürzlich in Portugal, um Betonböden aufzurauen. Dieses Unternehmen bat aufgrund der Sandmenge und der Betonzusammensetzung um breitere Fugen und breitere Rücken.

Wasserverbrauch
13.00 Uhr - Eine Maus flieht, als die Mistdecke von der Seite einer Box abgehoben wird. Veldhuizen verwendet etwa 200 Liter Wasser pro Stunde. Verwendet er zu wenig Wasser, entsteht Staub im Stall. Im Durchschnitt fräst Veldhuizen je nach Tiefe etwa 40 Quadratmeter pro Stunde. Am liebsten bearbeitet Veldhuizen neuere Böden, um Unfälle mit ausrutschendem Vieh zu vermeiden. Das Aufrauen von Rosten, auf denen bereits Kühe gestorben sind, hat (für Veldhuizen) den Vorteil, dass der Landwirt selbst wirklich von der Notwendigkeit von Veldhuizens Arbeit überzeugt ist.

Fortschritte machen
14:00 Uhr - Der letzte Schnitt steht bevor. Meißeln, Sandstrahlen und das neue Flämmen zum Aufrauen von Böden gehören nicht zum Angebot von Veldhuizen. Veldhuizen findet es ganz nett, dass er zur Abwechslung vom Fräsen manchmal beispielsweise eine Führungsnut für einen Mistschieber einfräst, nennt es aber „ein ganz schönes Gefummel“ im Vergleich zum angenehmen, einfach nur Meter zu machen. Veldhuizen wird heute Nachmittag um 15:00 Uhr mit dem Sägen fertig sein, danach folgt noch eine Stunde zum Einpacken und Reinigen der Kabel und Maschinen. Die Roste halten wieder 15 Jahre!
Realized projects
Schlitz schneiden für die Führung der Güllevorrichtung
Schneiden einer Führungsschlucht im Boden und gleichzeitig Aufrauen. Arad, Rumänien.